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Infektionen beeinflussen die Denkleistung

Wenn man krank ist, will nichts richtig klappen. Oft bemerkt man schon bevor die ersten echten Anzeichen einer Infektion auftreten, dass man sich nur schlecht konzentrieren kann und Schwierigkeiten bei komplexen Aufgaben hat.
Ist die Erkrankung aber erst einmal überstanden, sollte man doch auch wieder klar denken können – oder?
Tatsächlich ist inzwischen erwiesen, dass Infektionen auch das Gehirn beeinflussen. Dabei ist es nicht einmal so, dass die Krankheitserreger an sich im Gehirn für Unordnung sorgen, sondern dass die Reaktion des eigenen Immunsystems hier negativen Einfluss haben kann. Leidet man an einer Infektion, laufen im Körper eine ganze Reihe verschiedener Abwehrmechanismen an. Einige davon wirken nach wissenschaftlichen Studien auch negativ auf die Denkleistung oder das Gedächtnis. So ist eine mögliche Erklärung dafür, wieso sich Infektionen negativ auf das Gehirn auswirken, dass Abwehrzellen des Körpers, die im Grunde dazu da sind, Erreger anzugreifen, ihre zerstörerischen Fähigkeiten bei gesunden Zellen einsetzen. Das Immunsystem ist also sozusagen so stark in Alarmbereitschaft, dass es auch gesunde Gehirnzellen zerstört.
Ganz entscheidend sind bei der Frage, wie Infektionen das Denken beeinträchtigen, zwei Faktoren: Wie schwer war die Infektion und welche Art von Erregern hat sie ausgelöst? Ob bakterielle Infektionen großen Einfluss auf das menschliche Gehirn haben, muss noch genauer untersucht werden. Bei leichten Erkältungen mit den typischen Symptomen Husten und Schnupfen muss man keine großen Einschnitte der Denkkapazität befürchten.
Eine Influenza, also eine echte Grippe, wirkt sich aber bereits nachweislich aus. In diesem speziellen Fall betreffen die Nachwirkungen im Gehirn in erster Linie die Bereiche des Lernens und des Erinnerungsvermögens. Aktuell gehen Forscher davon aus, dass der Zeitraum, bis sich ein menschliches Gehirn wieder von den Nachwirkungen der Grippe-Infektion erholt hat, nicht zu unterschätzen ist. Dass eine Grippe solche Folgen nach sich ziehen kann, die auch langfristig noch von Bedeutung sein können, spricht dafür, sich gegen die Grippe impfen zu lassen. Auch dann, wenn man zu keiner Risikogruppe gehört.
Nachgewiesen ist auch, dass Krankheiten, die das Gehirn tatsächlich direkt betreffen, wie zum Beispiel eine Hirnhautentzündung, größere Auswirkungen nach sich ziehen, als Erkrankungen, die nicht direkt das Gehirn angreifen. Bei Infektionen, die eine Behandlung im Krankenhaus erforderlich machen, besteht zudem ein Zusammenhang mit der Häufigkeit der stationären Behandlungen und dem messbaren IQ der Patienten. Der IQ, also der Intelligenzquotient, gibt Aufschluss über die Intelligenz und auch die Fähigkeit zu kreativen Tätigkeiten, über die eine Person verfügt. Je häufiger Menschen in einem festgelegten Zeitraum zur Behandlung einer Infektion Zeit im Krankenhaus verbracht haben, umso mehr Punkte ihres IQ haben sie eingebüßt, ihre Intelligenz ist also im Endeffekt gesunken. Je mehr schwere Infektionen ein Mensch demnach hatte, desto stärker wird im Laufe der Zeit sein Denkvermögen beeinträchtigt. Diese Beeinträchtigung verschwindet leider auch nicht binnen kurzer Zeit wieder, sondern kann noch Jahre später vorhanden sein. Bis sich das Gehirn von einer solchen Attacke auf die Denkfähigkeit wieder erholt hat, dauert es also seine Zeit.
Mit ihren Untersuchungen zu diesem Thema ist die Wissenschaft noch am Anfang, so auch bei der Frage, ob man eine Schädigung des Gehirns durch das eigene Immunsystem verhindern kann. Auch die genauen Abläufe, wie eine Infektion auf das Gehirn wirkt, sind noch nicht vollständig erforscht.

Der beste Schutz davor, dass Erkrankungen die Denkleistung beeinträchtigen, ist nach dem aktuellen Stand der Dinge also, möglichst wenig krank zu werden. Das ist immer einfacher gesagt als getan. Gegen die Grippe gibt es eine Impfung, gegen viele weitere virale Infektionen jedoch nicht. Hier hilft nur, das Immunsystem zu stärken, auf eine ausreichende Hygiene zu achten, also sich beispielsweise oft genug die Hände zu waschen und sich nicht mit ungewaschenen Händen ins Gesicht zu fassen. Vor allem in Zeiten, zu denen Viruserkrankungen im Umlauf sind, trägt es auch zum Schutz vor Ansteckungen bei, Menschenansammlungen möglichst zu meiden.